Bürgermeister Dr. Thomas überzeugt bei Kandidatenvorstellung

Die Moderation lag in den Händen von den „Knetterheidern“ Feyhan Karadeniz vom Sportverein SV Werl Aspe und Mike Gronemeier vom Heimatverein. Zu Beginn stellte sich der Herausforderer Dirk Tolkemitt aus dem lippischen Kalletal, der zur Zeit als Kämmerer in Lemgo tätig ist, mit seiner Vita vor.

Der amtierende Bürgermeister von Bad Salzuflen, Dr. Roland Thomas, hat nach eigenem Bekunden wohnortmäßig zwei Standbeine. Eines in Bielefeld und eines in Bad Salzuflen, wo er mit seiner Frau im Zentrum der Stadt eine Wohnung hat und für die kleinen und größeren Alltagsprobleme als Ansprechpartner zur Verfügung steht, sei es auf dem Wochenmarkt oder beim Einkauf in der Altstadt.

Beruflich war er 23 Jahre beim Städte- und Gemeindebund in Düsseldorf tätig. Wichtige Meilensteine für seine persönliche Entwicklung waren der Zivildienst in einem Altenheim, seine langjährigen Erfahrungen in einem psychiatrischen Krankenhaus beim DRK-Blutspendedienst. Diese Zeit haben den Umgang und die Wertschätzung für Menschen in jeder Lebenslage geprägt, so Bürgermeister Dr. Thomas.

In Eingangstatements konnten die beiden Kontrahenten ihre Kernaussagen zur Bad Salzufler Kommunalpolitik und besonders zum Ortsteil „Knetterheide“ ausführen.

Dirk Tolkemitt bemängelt in seinem Statement, dass es in der Stadt hat keine Ziele gäbe. 5 bis 6 Ziele müssten für die Zukunft festgelegt werden. Die Ortsteile seien von der Stadt abgehängt. Hier muss es einen „Kümmerer“ geben, der sich um die Belange der Ortsteile sorgt.

Bürgermeister Dr. Thomas entgegnet, dass zu Beginn seiner Amtszeit viele Zeitgeister die Befürchtung hatten, dass Bad Salzuflen von der Einwohnerzahl kleiner und älter werden könnte. Genau das Gegenteil ist eingetreten: Bad Salzuflen – und besonders Knetterheide – sind besonders attraktive Wohnorte geworden. „Die Stadt ist größer und jünger geworden“. Das ist eine sehr erfreuliche Entwicklung.

Es stehen große Investitionen in der Stadt an. Die größten Investitionen davon werden in Knetterheide gemacht. Das Schulzentrum und der Neubau der Feuerwache sind die bedeutendsten Beispiele hierfür. Die Weichen sind gestellt.

In den anschließenden Diskussionen mit den Bürgern wurden viele Fragen gestellt wie beispielsweise ein eigenes Ortsteilschild für Knetterheide, Verbesserungen bei der Verkehrslenkung, Gestaltung einen sicheren Schulweges, Vermüllung der Sportstätten, Videoüberwachung an ausgesuchten Orten, die Sanierung und Sperrung von Sportstätten, die Wohnbebauung am Sportplatz Heerser Bruch, Kindergartenplätze oder zum Wohnungsangebot im Alter.

Von Bürgermeister Dr. Thomas kam ein klares Statement zu den Sportstätten in der Stadt. Die Gemeindeprüfungsanstalt will Sportstätten schließen, da es angeblich zu viele davon in Bad Salzuflen gibt. „Das will ich nicht. Bad Salzuflen ist eine Sportstadt mit vielen und guten Sportstätten.“

Herausforderer Tolkemitt machte den Vorschlag, Verein und Ehrenamt besser zu unterstützen. Hier seien eine Zusammenarbeit mit heimischen Firmen denkbar, zum Beispiel bei der Unterstützung in der Vorstandsarbeit, z.B. als Schatzmeister. Dr. Thomas:“ Ich möchte die Bürgerkarte weiterentwickeln. Auch möchte ich eine Lanze für die Mitarbeiter der Sportverwaltung brechen. Ich bin stolz auf meine Mitarbeiter.

Das betriebliches Gesundheitsmanagements in der Stadtverwaltung, das mir ein ganz besonderes Anliegen ist, wurde jüngst mit einem Preis ausgezeichnet

Bei der Stadtentwicklung setze ich besonderen Wert auf ernsthafte Bürgerbeteiligung. Beim Masterplan Schötmar und der Verkehrsberuhigung der Stadt ist das gut gelungen.

Als Resümee bleibt festzuhalten

Es war eine sportlich faire Diskussionsrunde. Beide Gesprächspartner hielten sich an die Regeln, es gab kein Foul oder Unsportlichkeit. Großes Lob für die Moderatoren dieser Diskussionsrunde Feyhan Karadeniz und Mike Gronemeier.

Dennoch ging Dr. Roland Thomas als Sieger vom Platz, weil er auf konkrete Projekte seiner Arbeit zurückblicken die besseren Ergebnisse seines Wirkens präsentieren konnte. Der Kalletaler CDU-Bürgermeisterkandidat, Dirk Tolkemitt, konnte hingegen oftmals nur mit Versprechungen überzeugen. Ob das reicht, muss der Wähler am 13. September entscheiden.